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Herstellen der Zündnadelpapierpatrone

für das sportliche Schießen mit dem Zündnadelgewehr

Utensilien zur Herstellung der Papierpatrone

1. Schneiden der 880 mm Papierstreifen (0,18 bis 0,20 mm stark), konisch zulaufend (von 8 mm
    bis 17 mm) .

2. Papierstreifen mit Kleister bestreichen.

3. Anfertigen des Treibspiegels:
    Den eingekleisterten Papiersteifen, mit der schmalen Seite beginnend, über einen Dorn
    ( Durchmesser 6 mm ) aufwickeln.

4. Flügelzündhütchen ( RWS 1081 ) in die kreisrunde Öffnung ( Durchmesser 6 mm ) einsetzen.

5. Mit der Schieblehre den Außendurchmesser überprüfen und gegebenenfalls den Papierstreifen
    auf die erforderliche Länge abschneiden ( Spiegeldurchmesser 16,4 mm nass, 16,2 mm trocken ).

6. Den Treibspiegel trocknen lassen.

7. Rundkugel  ( Durchmesser 16,2 mm, 24 g schwer – Cal.: .637 ) auf den Spiegel setzen.

8. Papier ( 0,10 mm stark ) für die “Patronenhülse” schneiden  ( 100 mm lang, 65 mm breit ).

9. Mit einem Maßzylinder  ( Durchmesser 16 mm ) den Spiegel zusammen mit der Kugel in das Papier
    einwickeln.
    Das überlappende Papier mit Kleister bestreichen, zusammenkleben und trocknen lassen.
    Das Papierstück vor der Kugel ( Kugel nicht mit Kleister in Berührung kommen lassen, dadurch
    entstehen die berühmten  “Brummer” ) ebenfalls mit Kleister bestreichen und zusammendrehen,
    trocknen lassen und mit einem Seitenschneider die überstehenden Teile abschneiden.

10.Nach dem Trockenvorgang wird die Patrone mittels eines Trichters mit 54 grain -
     “Schweizer Schwarzpulver” Nr. 2  gefüllt.

11.Mit einem Locheisen (Durchmesser 16 mm ) werden aus beschossenen Scheiben Papierscheiben
     ausgestanzt.
     Diese Papierscheiben werden als "Patronenboden" auf das eingefüllte Pulver gelegt.
     Mit der Schere wird etwa 6 bis 7 mm über dem "Patronenboden" das Papier abgeschnitten,
     danach 6 bis 7 mm tiefe Fransen eingeschnitten ( bis auf die Oberkante "Patronenboden" )
     die senkrecht nach oben stehenden Fransen mit Kleister bestreichen, umklappen und auf
     den "Patronenboden" kleben.

     Anschließend wird die noch frische Patrone mit den "Patronenboden" auf eine ebene Fläche
     zum Trocknen gestellt und ausgerichtet.

12.Patrone ins Patronenlager einführen (auf dem Schießstand, Gewehrmündung
     in Richtung Scheibe halten, oder mit ausgebauter Zündnadel !!!)

     und auf  Passgenauigkeit ( durch Schließen des Verschlusses ) prüfen.
     Die Kugel muss an den Zügen ( am sogenannten Übergangskegel ) anliegen und die Patrone
     darf sich nicht beim Schließen des Verschlusses nach vorn verschieben oder gar zu lang sein,
     so dass sie gequetscht wird !

( Sportliche Papierpatrone - System ENKIRCH,
entwickelt und getestet, Vo = 274 - 301 m/s - gemessen am 23.11.1994 )

Weitere Varianten der “Zündnadelpapierpatrone” sind zu finden unter :

Visier Spezial
 “Sportschießen mit Ordonnanzwaffen”, Februar 2003, ISBN 3-9807787-5-4
Seite 80 - 85 und 110, z.B. Varianten von Hartmut Mrosek und Wolfgang Finze

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