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Die Zündnadelpatrone |
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aus II.Hinterlader A, Das Wesen der Hinterlader und das Zündnadelgewehr von Nicolaus von Dreyse |
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Wenn man die Großtat des Konstrukteurs Dreyse rühmt, sollte man auch nicht vergessen, die Namen der Offiziere zu nennen, die bei seinen Arbeiten die allertreuesten und eifrigsten Vorkämpfer und Helfer für seine Ideen gewesen sind. Es sind die Namen des Major Priem und der Generale v. Witzleben, des damaligen Kriegsministers, und v. Peucker.
Der König dankte diesen Offizieren für ihre ersprießliche Mitarbeit in gebührender Weise. Bei dem Major Priem, in dem man vielleicht den allereifrigsten Verfechter für das Zündnadelgewehr sehen kann, fiel der Dank des Königs in besonders sinniger Weise aus. Als die Truppen, welche soeben im Kriege 1866 so beispiellos siegreich mit dem Zündnadelgewehr gefochten hatten, ihren Einzug in Berlin hielten, verlieh der König dem schwer krank als Generalmajor a. D. noch lebenden v. Priem den roten Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub mit dem Bemerken, daß dies geschehe "in Anerkennung seiner Verdienste um die überlegene Bewaffnung der Armee". Schon vorher war Priem zum Dank für seine ersprießliche Tätigkeit in den Adelsstand erhoben worden.
Seit dem Einführungsjahre 1841 lief die Fertigung der Zündnadelgewehre. Die Waffen gelangten aber noch nicht zur Ausgabe an die Truppe. Man sammelte sie zunächst in Depotbeständen. Erst als ein genügender Vorrat vorhanden war, rüstete man im Jahre 1848 die Füsilierbataillone damit aus. Es wurden Offiziere, Unteroffiziere und Büchsenmacher nach Sömmerda in die DreyseFabrik kommandiert, um mit der neuen Waffe vertraut gemacht zu werden. Diese Leute gaben nachher die Lehrkommandos für die Truppe ab.
Die Niederwerfung der Aufstände in Dresden und in Baden im Jahre 1849 gab Gelegenheit, mit dem Zündnadelgewehr Truppen und Gefechtserfahrungen zu sammeln. Es stellten sich dabei noch mancherlei kleine Mängel heraus, die beseitigt werden konnten, ohne daß am Grundprinzip der Konstruktion etwas zu ändern gewesen wäre.
Eine wesentliche Verbesserung wurde nur an der Munition vorgenommen. Dreyse war bei der Konstruktion seiner Zündnadelmunition ganz eigentümlichen Gedankengängen gefolgt, deren Entwicklung im einzelnen nicht in den Rahmen dieses Buches gehört. Nur einige allgemeine Angaben über das, was im preußischen Heere zur Anwendung kam, können hier gebracht werden.
Auf allerlei Umwegen in der Munitionsgestaltung kam Dreyse, als er am Abschluß seiner Arbeiten auf den Hinterlader lossteuerte, zu dem ganz selbstverständlichen Entschluß, eine Einheitspatrone zu verwenden. Er fügte zu den drei Elementen der bisherigen Patrone, Geschoß, Treibladung und Abdichtung, nun auch noch das vierte Element das Zündmittel, der neuen Patrone hinzu.
Zum Verständnis des Aufbaues der Zündnadelpatrone ist folgendes zu sagen: Den durch die Hinterladungsweise ermöglichten und von den Ballistikern empfohlenen Schritt zur Kaliberverringerung machte Dreyse nicht mit. Zum mindestens muß man sagen, er nutzte die geschaffene Möglichkeit dazu nicht voll aus. Er folgte im Aufbau seiner Patrone Ideengängen, die darauf hinauslaufen sollten, die physikalischen Naturgesetze zu hintergehen.
Er wählte das immerhin noch beträchtliche Laufkaliber von 15,43 mm und gab dem Geschoß nur einen Durchmesser von 13,6 mm. Das Bleigeschoß steckte mit seinem hinteren Ende fest eingepreßt in einem Treibspiegel ans gewickelten Papierstreifen.
Dieser Treibspiegel mit einem Kaliber von 16,2 mm füllte den Lauf reichlich aus, nahm die Führung in den Zügen auf und übertrug sie auf das Geschoß. Auf den großen Querschnitt des Treibspiegels sollte der Gasdruck im Lauf einwirken und dem Geschoß eine möglichst hohe Geschwindigkeit verleihen.
Nach Austritt ans der Mündung sollte der leichte und kalibergrößere Treibspiegel sich von dem schweren und kaliberkleineren Geschoß trennen.
Der kleinere Geschoßquerschnitt sollte nun dem aufhaltenden Luftwiderstande, dem Feinde der Fluggeschwindigkeit, eine geringere Angriffsfläche bieten. Innenballistisch stärkerer Antrieb, außenballistisch geringere Bremsung durch den Luftwiderstand, das waren die Wünsche von Dreyse für sein Geschoß.
Nachstehende Ausführungen werden zeigen, wie er sich dabei geirrt hat. Naturgesetze lassen sich nicht ungestraft hintergehen !
In den rückwärtigen Teil des Treibspiegels baute Dreyse die ZündpilIe ein. Dann folgte der, lange, zylindrische Teil der Patrone mit dem Pulver. Das Ganze umschloß eine Papierumwicklung. Die lange, dünne Zündnadel mußte, von hinten kommend, den Patronenboden durchstoßend, durch die Pulversäule hindurchfahren und in die Zündpille stechen.
Durch diese Anordnung wurde es bedingt, daß die Zündnadel lang, dünn und spitz sein mußte, wodurch sie recht empfindlich gegen Verbiegungen und Zerbrechen wurde. Man legte aber einen besonderen Wert darauf, die Zündpille gut geborgen in der Mitte der Patrone zu haben.
Dadurch wurde der Patrone die Gefährlichkeit beim Transport und beim Handhaben genommen, denn die Zündpille war gegen ungewollte Bestoßungen geschützt. Sie konnte auch nicht leicht von Feuchtigkeit berührt werden.
Abgesehen von diesen Äußerlichkeiten aber erwartete man vor der Zündung eines v o r der Pulverladung liegenden Zündmittels innerballistische Vorteile in der Verbrennungsweise des Pulvers, das somit von vorn nach hinten durchbrennen mußte.
Auch glaubte man, damit einen Schutz gegen zu starke Verschmutzung des Laufes zu erreichen.
Die ersten Patronen für das Zündnadelgewehr hatten eine Rundkugel. Das Geschoß, das mit dem Zündnadelgewehr im Jahre 1847 zur Einführung kam, hatte eine mathematische Form, die man am einfachsten mit der Beschreibung vorn Kegel, hinten Halbkugel charakterisiert (Bild 48/2).
Die ballistischen Leistungen dieses Geschosses befriedigten nicht. Von den Verbesserungen, die man an dem Waffentyp vornahm, war wohl die bedeutendste, daß man 1855 die Patrone änderte, das Spitzgeschoß und das Langblei als Geschoß einführte (Bild 48/3).
Vorausweisend sei an dieser Stelle schon die Patrone mit dem erleichterten Langblei erwähnt, die bei der späteren Aptierung der Zündnadelgewehre nach Beck zur Einführung kam (Bild 48/4).
Wenn wir ballistische Angaben über das Zündnadelgewehr und seine Visiere verfolgen, dann müssen wir immer unterscheiden, ob diese Angaben für die Patrone
a) vor 1855 oder b) nach 1855 oder gar c) von 1872 galten.
Das Langblei hatte etwa die Form einer Eichel und wies damit eine der damaligen Fluggeschwindigkeit entsprechende "Stromlinienform", wie wir es heute nennen, auf.
Diese Patronen b) mit dem Langblei ist die preußische Patrone der Kriege von 1864, 1866 und 1870/71.
Die Patrone a) mit dem Spitzgeschoß hat die Revolutionskämpfe 1849 in Dresden und Baden ausgefochten. |
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Ein ballistisches Ideal war die Patrone mit dem Langblei auch nicht. Geringfügige, aber bei der Fabrikation doch nicht vermeidbare Unstimmigkeiten des GeschoßSitzes im Spiegel beeinflußten die Rotation des Langbleis.
Schon auf 200 Schritt (150 m) Schußentfernung machten sich bei etwa 10 % aller Schüsse unliebsame Pendelungen bemerkbar, die zu Abweichungen der Geschoßbahnen führten und bei 300 bis 400 Schritt (225 bis 300 m) bereits Querschläger ergaben.
Dieses ist der erste Beweis dafür, wie Dreyse sich verrechnet hat, wenn er glaubte, mit der Spiegelführung die Naturgesetze vorteilhaft umgehen zu können.
Einen zweiten, noch viel kräftigeren Beweis liefert uns folgende Betrachtung:
Wenn beim Schuß der Spiegel die Drehung in den Zügen annehmen und auf das Geschoß übertragen sollte, dann mußte letzteres sehr fest in dem Spiegel eingeklemmt sein, andernfalls hätte das Geschoß laut Beharrungsvermögen die Drehung gar nicht oder nur sehr mangelhaft angenommen. Tatsächlich waren die Geschosse schon bei der Munitionsanfertigung sehr fest in den Spiegel eingepreßt.
Wenn der Spiegel, obendrein noch von dem Gasdruck gedrängt und gestaucht, sich durch die Züge preßte, dann nahm sein Druck auf das Geschoß noch mehr zu. Man konnte an abgefeuerten Geschossen die Eindrücke des Papierspiegels im Blei deutlich erkennen.
Diese beiden fest ineinander gekeilten Körper sollten sich nun nach dem Austritt aus der Mündung trennen. Das taten sie auch fast immer. Aber manchmal taten sie es auch nicht. Sie ergaben dann die sogenannten "Brummer", die man schon an dem heulenden Ton ihres Geschoßfluges erkennen und für jede Treffwirkung als ausfallend verbuchen konnte.
Zwischen einer vorschriftsmäßigen Trennung der beiden Projektilteile und dem äußersten Grenzfalle des Brummers lagen nun aber ungezählte Möglichkeiten einer mehr oder minder verzögerten Trennung. Alle Geschosse beschrieben also ihre Geschoßbahnen mit sehr verschiedenen Anfangsgeschwindigkeiten.
Die Fehler, die sich auf diese Weise für die Treffgenauigkeit geltend machten, waren natürlich viel größer, als der kleine Zuwachs an Anfangsgesschwindigkeit ausgleichen konnte, den Dreyse mit seinem erhofften Umgehen physikalischer Naturgesetze anstrebte.
Bei allen Betrachtungen über die Flugverhältnisse des Zündnadelgewehrs mit der Langbleipatrone kann man von dem Grundsatz ausgehen, daß bis zu 1000 Schritt (750 m) Entfernungen im Durchschnitt die verschiedenen Modelle der preußischen Zündnadelgewehre- und Büchsen ziemlich ähnliche Flugbahnen aufwiesen. Bevor wir auf die Beschreibungen und technischen Einzelheiten dieser verschiedenen preußischen Modelle eingeben, sollen einige ballistische Angaben gemacht werden.
Zum Verständnis für die Anwendung des Zündnadelgewehrs im Schul- und Gefechtsschießen müssen einige Angaben aus der "Instruktion über das Scheibenschießen der mit Zündnadelgewehren bewaffneten Infanterie-Bataillone" herangezogen werden.
Von Wichtigkeit sind dabei die Erläuterungen über den Begriff der Haltezettel und die Beschreibung der Scheiben.
Unter dem Abschnitt: Visier und Korn heißt es:
"Wie mit den Gewehren verschiedenen Modells zu halten ist, geben im allgemeinen die dieser Instruktion beigefügten Haltezettel an. Abweichungen hieran werden teils durch die kleinen Verschiedenheiten in der Fabrikation des Gewehrs oder der Munition und teils durch die verschiedene Beschaffenheit der Augen erzeugt.
Ein frisch gereinigter Lauf schießt die ersten Schüsse häufig etwas tiefer, die größeren Kaliber schießen überhaupt etwas kürzer.
Die Haltezettel sind auf das Schießen mit gestrichenem Korn, welches am leichtesten und sichersten genommen werden kann, basiert, und es muß jeder Schütze sich den Haltezettel seiner Waffe genau einprägen.
Für jeden der Schießlehrer ist es ein unbedingtes Erfordernis, daß er den Normalhaltezettel desjenigen Gewehrmodells, welches sein Truppenteil führt, auswendig weiß.
Es bleibt allgemeine Regel, dasjenige Visier vorzuziehen, mit welchem der Schütze noch auf dem Zielobjekt bleibt oder dasselbe aufsitzen lassen kann.
Das Aufsuchen der richtigen Punkte für das Abkommen beim Feuer auf kleine Ziele: auf dem Scheibenstande die Spiegelscheibe, im Gefecht sichtbar werdende Köpfe, wird wesentlich dadurch erleichtert, wenn der Schütze sich angewöhnt, das Maß des Darunterhaltens nach der Größe des ihm erscheinenden Treffobjektes aufzusuchen.
Es folgen dann Tabellen der Geschoßbahnen mit der Angabe der Flughöhen.
Der Abschnitt Scheiben hat folgende Fassung: “ Folgende Scheiben kommen dabei zur Anwendung
Scheibe Nr. 1 (gewöhnliche Scheibe).
Sie ist 180 cm hoch, 120 cm breit und wird durch einen 5 cm dicken schwarzen Strich von oben nach unten in zwei Hälften geteilt, 20 cm unter dem Spiegel wird dieser Strich von einem 20 cm langen und 10 cm dicken anderen Strich, welcher in den angegebenen Dimensionen die Ringe 4 und 5 deckte, durchschnitten, ebenso 20 cm über dem Spiegel.
Diese beiden Querstriche heißen resp. “der obere und der untere Anker”.
Zu beiden Seiten der Mitte wird die “Mannsbreite” mit 20 cm, im Ganzen 40 cm abgetragen.
Die 40 cm breite Fläche bleibt weiß, die übrigbleibenden Seitenflächen, ebenfalls á 40 cm Breite, werden mit blauem Papier beklebt oder blau angestrichen.
Vom Mittelpunkt der Scheibe aus werden 12 Kreise gezogen, die dadurch entsprechenden Ringe von außen nach innen von 1 bis 12 numeriert. Der Halbmesser des kleinsten Kreises ist 5 cm. Die Halbmesser der übrigen wachsen um je 5 cm. Die Ringe Nr. 10 und 11 werden schwarz ausgefüllt und bilden mit dem Kreise Nr. 12 den Spiegel.
Scheibe Nr. 2 (Kolonnenscheibe).
240 cm breit, 180 cm hoch. Weiß bis auf den in Analogie der Scheibe Nr. 1 angebrachten 15 cm dicken, senkrechten Strich, bis auf die Ringe 10 und 11 und die beiden 30 cm breiten und 15 cm dicken, die Ringe 4 und 5 deckenden Anker, welche schwarz sein müssen. Das Zentrum hat 15 cm Durchmesser, die Ringe wachsen um 7,5 cm im Halbmesser. “
Zur Veranschaulichung der Beschreibung möge das Bild 49 dienen. |
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Kurz vor Ausbruch des Krieges von 1870 waren auf der Schießschule in Spandau Zusammenstellungen gemacht worden über die Treffleistungen, die man durchschnittlich mit dem Zündnadelgewehr M 62 erreichen konnte.
Bei den Maßangaben ist 1 Schritt = 75,32 cm zu setzen.
Danach ergaben die H a l b m e s s e r d e r S t r e u u n g s k r e i s e erschossener Treffbilder:
für 200 Schritt = 12,4 cm für 300 Schritt = 23,5 cm für 400 Schritt = 31,3 cm für 500 Schritt = 44,4 cm für 600 Schrift = 57,5 ein für 700 Schritt = 70,6 cm für 800 Schritt = 83,6 cm
In der Berechnung von T r e f f p r o z e n t e n ergaben sich folgende Werte:
1 Mannsbreite = 190 cm hoch und 41,8 cm breit. Der Spiegelkreis mit 31 cm Durchmesser.
Es bedeutet a = mit angestrichenem Gewehr, f = aus freier Hand und 1 = liegend.
auf 150 Schritt erzielte man a = 90 - 95 % Mannsbreiten und 50 - 55 % Spiegel; auf 150 Schritt erzielte man f = 80 - 85 % Mannsbreiten und 35 - 40 % Spiegel; auf 200 Schritt erzielte man a = 80 - 85 % Mannsbreiten und 35 - 40 % Spiegel; auf 200 Schritt erzielte man f = 70 - 75 % Mannsbreiten und 25 - 30 % Spiegel; auf 300 Schritt erzielte man a = 66 % Mannsbreiten und 15 - 20 % Spiegel; auf 300 Schritt erzielte man f = 55 - 60 % Mannsbreiten und 15 % Spiegel.
Gegen Figurscheiben von 190 cm Höhe und 42 cm Breite erzielte man auf 150 Schritt f 75 - 80 % Figuren auf 200 Schritt f 66 % Figuren auf 300 Schritt f 45 - 50 % Figuren auf 200 Schritt 1 85 % Figuren auf 300 Schritt 1 60 - 65 % Figuren auf 400 Schritt 1 40 % Figuren
Gegen bewegliche Scheiben (Zugscheiben) erreichte man auf 150 Schritt f 60-65 % Figuren auf 200 Schritt f 50-55 % Figuren.
Bei Gefechtsschießübungen wurden bis auf 200 Schritt noch über 70 % Treffer auf halbe Figurscheiben erreicht.
Im Salvenfeuer erreichte man gegen eine 190 cm hohe und 75 cm breite Scheibe
auf 250 Schritt mit Salve in vier Gliedern 75 % Treffer, auf 350 Schritt mit Salve in vier Gliedern 73 % Treffer, auf 450 Schritt mit Salve in zwei Gliedern 79 % Treffer, auf 600 Schritt mit Salve in zwei Gliedern 61 % Treffer, auf 700 Schritt mit Salve in zwei Gliedern 43 % Treffer.
Man sieht, daß mit 700 Schritt die Grenze für die Rotationsfestigkeit und Treffgenauigkeit des Langbleis erreicht war.
Dabei muß man bedenken, daß solche Schießschulergebnisse mit besten Schützen, Waffen und Patronen erschossen worden sind. Durchschnittsleistungen bei der Truppe hätten geringer sein müssen.
Wirkliche Gefechtsergebnisse liegen natürlich noch sehr viel niedriger.
Zum Beispiel will man für den Feldzug in Schleswig 1864 ein durchschnittliches Trefferergebnis von 1,5 % und für den Mainfeldzug 1866 ein solches von 0,9 % errechnet haben.
Derartige Berechnungen pflegen aber meist recht wertlos zu sein, da sie doch immer auf gar zu unsicheren Grundlagen aufgebaut sind.
Dieselben Spandauer Schieß-Schulbeschüsse lieferten folgendes Anschauungsmaterial für die Durchschlagskraft des Langbleis, es wurden kieferne Bretter von 2,6 cm Dicke durchschlagen.
auf 100 Schritt 4-5 Bretter auf 300 Schritt 4 Bretter auf 400 Schritt 3-4 Bretter auf 500 Schritt 3,5 Bretter auf 600 und 800 Schritt 3 Bretter auf 1100 und 1200 Schritt 1 Brett. |
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