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Johann Nicolaus Dreyse (siehe Porträt links oben) wurde  am 20. November 1787 als Sohn des Schlossermeisters und Ackerbürgers Johann Christian Dreyse und seiner Ehefrau Susanne Catherina Dreyse (geb. Fleischmann) geboren.

Seine Schulzeit (1794 - 1802) und Jugendzeit verbrachte er in Sömmerda und erlernte den Beruf eines Schlossers (1802 - 1806).

Während er Zeit seiner Wanderschaft (ab 1806) arbeitete er unter anderem bei seinem Vetter Beck in Altenburg als Wagenbauer und beim Schlossermeister Möhefeld in Dresden.

1809 brach er nach Paris auf, arbeitet dort als Wagenbauer um seine Kenntnisse und Fertigkeiten zu verbessern, und war Mitarbeiter an Versuchen für ein Hinterladergewehr in der Gewehrfabrik des Oberst Pauly.

1814 kehrte er nach Sömmerda in die väterliche Werkstatt zurück und fertigte da sein Meisterstück.

Nach dem Tod seines Vater (1815) übernahm er die väterliche Schlosserei und eröffnet ein kleines Eisenwarengeschäft.
1817 wird er Kompagnon des Knopffabrikanten Cronbiegel aus Erfurt.

1823 erhielt er sein erstes Patent für “Zündhütchen” die er zusammen mit dem Apotheker Baudius, dem Chemiker Kahleys und dem Büchsenmacher Burchard aus Weimar enwickelt hatte.
Mit seinem Partner, dem Prokuristen Collenbusch, aus der 1821 gegründeten Eisenwarenfabrik “Dreyse & Cronbiegel-Collenbusch” errichtet Dreyse 1824 die Zündhütchenfabrik “Dreyse & Collenbusch”.

Am 14.April 1826 verkündete die “Neue Erfurter Zeitung” ein Patent der königlich preußischen Regierung für die Metallwarenfabrikanten Dreyse & Collenbusch in Sömmerda für die alleinige Herstellung und den Verkauf der von ihnen verbesserten, mit einer Metalldecke versehenen Zündhütchen.

1826 erfindet er die Zündnadel und den Zünd- bzw. Treibspiegel als Träger der “Zündpille” und entwickelt in der Folge die “Einheitspatrone”.
Eine Papierpatrone, bei der sich  in einer Papierhülse der Treibspiegel, die Zündpille, die Bleikugel und natürlich das Pulver befand. 

1828 erhielt er für das Zündnadelgewehr das Patent.

1830 erfolgte in Berlin eine Prüfung einer größeren Stückzahl von Zündnadelgewehren auf seine Militärtauglichkeit vor einer preußischen Prüfungskommission.

1834 kaufte er die alte Leimsiederei in Sömmerda und baute sie zu der “Dreysischen Gewehrfabrik Sömmerda” um.

Nach einer versuchsweisen Bewaffnung eines preußischen Bataillons mit Zündnadelgewehren sowie aufgrúnd seiner Erfindungen und Verdienste um den preußischen Staat trat er 1943 in den Staatsdienst ein.

Mit der erfolgreichen Erprobung seines Hinterladergewehrs erhielt er 1840 einen Staatsauftrag für die Produktion von 60.000 Gewehren und die finanziellen Mittel um die “Gewehrfabrik Nikolaus Dreyse” zu erbauen.

Am 22.März 1864 wurde Johann Nicolaus Dreyse für seine Verdienste vom preussischen König in den erblichen Adelsstand erhoben.

Am 9.Dezember 1867 starb Johann Nicolaus von Dreyse an den Folgen einer Lungenentzündung.

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