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Im Jahre 1827 realisiert der Konstrukteur des epochemachenden Zündnadelgewehres seine Idee, eine vorgefertigte Papierpatrone unter Zuhilfenahme einer von einer Spiralfeder vorgeschnellten Nadel (dem Vorläufer des Schlagbolzens) zu zünden.
Der Kampf mit der preussischen Militärbürokratie währte lang ... erst am 04.Dezember 1840 genehmigte König Friederich Wilhelm IV. die Anfertigung von 60.000 Gewehren.
Im Oktober 1841 liefen im thüringischen Ackerbürgerstädtchen Sömmerda an der Unstrut, in einer neuen Fabrik die Werkzeugmaschinen an.
Das war der Produktionsbeginn des fortschrittlichsten Militärgewehres jener Zeit:
... ein Hinterlader mit Zylinderdrehverschluss, das die Feuerkraft des Infanteristen gegenüber den zeitaufwendig zu bedienenden Vorderlader verdreifachte ...
Ab 1848 rüstete man die Füsilierbataillone als erste Truppenteile mit Zündnadelgewehren aus.
Offiziere , Unteroffiziere und Büchsenmacher wurden nach Sömmerda in die Dreyse-Fabrik abkommandiert um mit den neuen Waffen vertraut gemacht zu werden. Diese Leute gaben die Lehrkommandos für die Truppe ab.
Die Niederwerfung der Aufstände in Dresden und Baden im Jahre 1849 gab die Gelegenheit, mit dem Zündnadelgewehr Truppen- und Gefechtserfahrungen zu sammeln.
Die Überlegenheit des Zündnadelgewehrs mit seiner Einheitspatrone (vorgefertigte Papierpatrone) offenbarte sich in den Kriegen von 1864 und 1866.
Diese Überlegenheit des Zündnadelgewehrs hat nicht unwesentlich dazu beigetragen das in dem größten kriegerischen Treffen der modernen Geschichte, am 03. Juli 1866 bei Königgrätz, Preußen zur stärksten Militärmacht in Mitteleuropa aufrückte. |